Karl-Maria Guth: Erzählungen aus dem Biedermeier Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Georg Büchner (1813-1837): Lenz Karl Gutzkow (1811-1878): Wally, die Zweiflerin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848): Die Judenbuche Friedrich Hebbel (1813-1863): Matteo Jeremias Gotthelf (1797-1854): Elsi, die seltsame Magd Georg Weerth (1822-1856): Fragment eines Romans Franz Grillparzer (1791-1872): Der arme Spielmann Eduard Mörike (1804-1875): Mozart auf der Reise nach Prag Berthold Auerbach (1812-1882): Der Viereckig oder die amerikanische Kiste Berlin 2013. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Carl Spitzweg, Der Bücherwurm, um 1850. Gesetzt aus Minion Pro, 11 pt.

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